Auch Fische sind vor Krankheiten nicht gefeit ...
... aber viele sind vermeidbar.
Es ist leider eine weit verbreitete Unsitte mit Unmengen von Salz bei Transport und Hälterung im Fachhandel zu "behandeln". Werden solche Fische in Unkenntnis dieser Tatsachen ohne sehr lange Eingewöhnung gesetzt, ist eine Ichthyo-Infektion noch eine der harmlosesten möglichen Folgen.
Es ist deshalb ratsam, entweder die Wasserverhältnisse im Händlerbecken zu erfragen oder selbst wenigstens das Transportwasser zu überprüfen. Je größer die Abweichung des Transportwassers zum eigenen ist, desto länger muss vorsichtig eingewöhnt werden. Dies sollte, wenn es sein muss, über Tage oder gar Wochen, in einem entsprechend vorbereiteten Quarantänebecken mit vielen Teilwasserwechseln erfolgen.
Hier einige externe Link's die weiterhelfen können ...
Blinde Passagiere - ein Bericht von Ingo Seidel
Ichthyo - die Weißpünktchenkrankheit
Hier eine Seite die eigentlich jeder Aquarianer mal lesen sollte
Planarien
damit jer weis was gemeint ist ...
Am 23.11.2009 habe ich eine Planarie im Einhängebecken entdeckt. Als ich mich auf die Suche gemacht habe, ist natürlich gleich eine weitere unter einer Höhle aufgetaucht. Wo ich diese Plagegeister eingefangen habe ist mir ein Rätsel - ich füttere schon seit einem halben Jahr nur noch Tabs und Granulatfutter.
Der erste Schritt zur Bekämpfung war ein Satz Guppis. Da ich nachts füttere wenn die Guppis schlafen, ist über Tag wenig Futter da - da wird hoffentlich die eine oder andere Planarie verschwinden.
In Das Tümpelaquarium von Hans-Joachim Paepke(Neumann Verlag Leipzig) habe ich dann noch folgendes gefunden:
"Kleine Nahrungsobjekte werden im ganzen verschlungen. Größere Nahrungsobjekte werden durch Enzyme teilweise aufgelöst und so verflüssigt aufgesaugt. Außerdem können die Scheibenwürmer kleine in der Haut lokalisierte Stäbchen (Rhabdoide) gegen die Beute oder gegen den Feind abschießen und diese damit verkleben. Echte Nesselkapseln kommen auch in ihrer Haut vor, stammen aber von gefressenen Polypen. Die Kapseln werden nicht verdaut, sondern sie wandern durch die Darmwand in die Außenhaut und dienen hier dem gleichen Zweck wie bei ihren ursprünglichen Besitzern.[....]Planarien können bis zu einem Jahr hungern und "schmelzen" dabei nicht lebenswichtige Organe ein. Sie sind Zwitter mit komplizierten Geschlechtsorganen und legen Eier, aus denen ohne Larvenstadium fertige Jungtiere schlüpfen."
Fräskopfwürmer
damit jer weis was gemeint ist ...
Am 07.05.2010 habe ich bei meinem L144 rote, pinselähnliche Würmer aus dem Anus gesehen. Das ich da "etwas" entsetzt war, wird wohl jeder verstehen.
Aber es ist schon mal gut, das jetzt eine genaue Diagnose möglich war. Die ersten Anzeichen waren eine Rötung am Saugmaul. Dann bemerkete ich ein "schütteln" vom ganzen Fisch. Ein wenig später bemerkte ich dann ein Flossenklemmen bei den Barschen, einhergehend mit schütteln und "husten" und schrägstehen. Fressunlust war auch zu bemerken.
Da mein Flubenol abgelaufen war, musste ich auf ein anderes Madikament ausweichen => SERA Nematol.
Wird dem Wasser zudosiert, muss dann zwei Tage wirken und wird dann mit einem 80%igen Wasserwechsel wieder entfernt. Die Fräskopfwürmer werden dann ca. zwei Tage später ausgeschieden. Nach 2 - 3 Wochen soll eine wiederholung erfolgen, um wirklich alle zu erledigen.
Meine Erfahrung möchte ich als positiv einstufen: keien Verluste unter den Fischen, Krebse haben auch überlebt, die Schnecken habe ich nicht nachgezäht, leben aber auch noch.
Zu denFräskopfwürmern ...
2010-07-20 Franz ist leider an einem Geschwür im Maul verstorben.